Sicher ist: Der Hamburger kommt wirklich aus Hamburg. Aus dem Elbhafen, der früher von vielen Seeleuten aus dem Baltikum angefahren wurde. Dort war es Brauch, Fleisch zu würzen und roh zu essen. Die noblen Hanseaten, taten Fleisch lieber braten... Das könnte die Geburtsstunde der Ur-Frikadelle gewesen sein, als „Hamburger Steak" bereits 1891 in einem amerikanischen Kochbuch erwähnt. Weil er - der Hamburger - nicht nur für mich eine echte Kindheitserinnerung ist und zum besten zählt, was schnell auf den Tisch kommt, hier mein X-Under „Hamburger" auf Reiswaffel. Der macht garantiert nicht dick und ist gerade bei dieser sommerlichen Hitze rasch in der Pfanne oder am Holzkohlengrill zuzubereiten.
Mein Tipp: 300 Gramm Bio-Rindfleisch faschiert, vermischen mit 4 Esslöffel selbstgemachtem Ketchup (Paradeismark, Zucker, Pfeffer, Salz, ein Schuss Mautner Markhof Hesperiden Essig, kurz am Herd eindicken lassen) oder fertiges, z.B. das Originale von „McDonalds". Das Fleisch mit Salz und etwas grobem Pfeffer mischen, 1Eßlöffel Mautner Markhof XX Hot Senf dazu. Mit einem Stahlring formen, in wenig Olivenöl braten, innen Rosa lassen. Lassen Sie sich überraschen, wie diese Burger schmecken!
Im Bratenrückstand Jungzwiebel, Paradeiser, Gurkenscheiben (Eierschwammerl würden auch gut kommen) zart braten, mit grobem Meersalz salzen und den Burger damit toppen, ev. fertigen Cole Slaw dazu servieren. Als Unterlage: 4-8 Reiswaffel. 2 Stk. Jungzwiebel, 1Stk. von einer Salatgurke, 8 Kirschparadeiser zum Verzieren und knackigem Verzehren obendrauf! Mahlzeit...
Ihr Manfred Buchinger
Weinviertler Wirt mit internationaler Küchenchef-Vergangenheit.